Aktuelle Forderungen, Abschlüsse und weitere Infos 

Wo wir für dich verhandeln

Von Chemie über Glas bis Papier - wir verhandeln für dich Tarifverträge in unseren Branchen. Bundesweit führen wir auch vor Ort Verhandlungen mit einzelnen Arbeitgebern.  

Die IG BCE zeigt Flagge
Foto: © Christian Burkert
TARIFRUNDEN SCHRITT FÜR SCHRITT
Wir plus X
Foto: © Andreas Reeg
Chemie-Tarifrunde

Die Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen steht im Zentrum der Tarifrunde der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Am 5. April wurde eine "Brückenlösung" gefunden, ein verantwortungsvolles Zwischenergebnis um die explodierenden Energiepreise und hohen Teuerungsraten auszugleichen und zugleich die Unternehmen in dieser schwierigen Lage nicht zu überfordern. Im Herbst wird weiter verhandelt.

Reifen
Foto: © M. Siegmund - Fotolia.com
Kautschuk-Tarifrunde

Gutes Gesamtpaket geschnürt: In der zweiten Verhandlung haben sich IG BCE und Arbeitgeber auf einen Abschluss geeinigt

Feinkeramik
Foto: © Colourbox/ Markus J. Feger
Tarifrunde Feinkeramik

Nach einem mehr als 12-stündigen Verhandlungsmarathon in der zweiten Runde haben sich IG BCE und die Arbeitgeber der Feinkeramischen Industrie (West) am späten Mittwochabend in Kassel auf einen Tarifabschluss geeinigt.

Papier-Tarifrunde

IG BCE und Arbeitgeber haben einen Tarifabschluss erzielt. Dieser bringt den 40.000 Papier-Beschäftigten 2,3 Prozent mehr Entgelt und einen Corona-Bonus.

AVEU-Tarifrunde

IG BCE und ver.di haben sich in der dritten Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeberverband energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmen e.V. (AVEU) auf einen Tarifabschluss geeinigt.

Kohle-Kompromiss

Deutschland verabschiedet sich nach und nach aus der Kohleverstromung. Dass niemand ins Bergfreie fällt, hat die IG BCE in der Politik bereits durchgesetzt. Jetzt haben wir auch die Unternehmen in die Pflicht genommen und mit ihnen Tarifverträge vereinbart, die die Beschäftigten absichern. 

TARIFRUNDEN AUF EINEN BLICK


Wismut Löbichau
Foto: © iStockphoto.com/torstengrieger
Wismut
Forderung beschlossen

Die Hauptaufgabe des Unternehmens Wismut mit 1000 Beschäftigten besteht in der Sanierung und Rekultivierung der Hinterlassenschaften des Wismut-Bergbaus. Die Tarifkommission der IGBCE fordert in der diesjährigen Tarifrunde:

  • eine deutlich spürbare Tariferhöhung, die mindestens die gestiegene Inflationsrate ausgleicht
  • Laufzeit: 12 Monate
  • Bonus für Gewerkschaftsmitglieder
Feinkeramik
Foto: © Frank Rogner
Feinkeramische Industrie Ost
Abschluss erzielt

Die Vergütungen der rund 2400 Beschäftigten in der feinkeramischen Industrie Ost steigen in zwei Stufen um insgesamt 180 Euro monatlich. Darauf hat sich die IGBCE mit den Arbeitgebern in der dritten Tarifverhandlung geeinigt. Der Abschluss im Detail:

  • ab 1. Juli 2022: Erhöhung der Vergütungen um 100 Euro (auch für Auszubildende)
  • ab 1. Januar 2023: Erhöhung der Vergütungen um 80 Euro (auch für Auszubildende)
  • Laufzeit: bis zum 31. August 2023
Maxam
Foto: © Frank Rogner
Sprengstoffhersteller Maxam
Keine Einigung in zweiter Verhandlung

Keine Einigung erzielt: Die zweite Verhandlung für die Beschäftigen des Sprengstoffhersteller Maxam und des Fertigers von Schwarzpulver und Zündschnüren, Wano, ist ergebnislos vertag worden. In beiden Unternehmen arbeiten insgesamt etwa 300 Beschäftigte an mehreren Standorten bundesweit. Für sie gehen die Verhandlungen am 27. September weiter. Das Angebot der Arbeitgeber lehnte die Tarifkommission in der zweiten Verhandlung als nicht ausreichend ab und unterbreitete folgendes Kompromissangebot: 

  • ab 1. August 2022 100 Euro Tabellenerhöhung
  • ab 1. Juni 2023 100 Euro Tabellenerhöhung
Mineralölwirtschaft
Foto: © Carsten Büll
Mineralölunternehmen Exxon Mobil
5145 Euro Plus im Jahr durchgesetzt

Abschluss bei dem Mineralölkonzern ExxonMobil! In der dritten Verhandlungsrunde haben sich IGBCE und Arbeitgeber geeinigt. Jeder und jede Beschäftigte erhält durch Entgeltsteigerungen und Urlaubsgelderhöhung ein Plus in Höhe von 5145 Euro jährlich. Überproportional profitieren die unteren Entgeltgruppen, ihre Entgelte steigen um bis zu 11 Prozent. 

  • Alle Tarifentgelte werden rückwirkend ab dem 1. Juli 2022 um 365 Euro pro Monat erhöht. Der Tarifabschluss wirkt sich damit prozentual unterschiedlich auf die jeweiligen Entgeltgruppen und Eingangsstufen aus.
  • Die Schichtzulagen und Bereitschaftszulagen steigen um 7,8 Prozent.
  • Das Urlaubsgeld wird um 400 Euro, auf jetzt 3.125 Euro im Jahr erhöht.
Hausfassade Haus
Foto: © IG BCE/ colourbox.de
Wohnungsanbieter Vivawest
Entgelte steigen im Schnitt um 9 Prozent

Die Tarifkommission der IGBCE einigte sich mit Vivawest Wohnen, einem der größten Wohnungsanbieter in Nordrhein-Westfalen, bereits in der ersten Verhandlungsrunde auf einen Tarifabschluss. Die 1.000 Beschäftigten des Unternehmens bekommen ein ordentliches Lohnplus: Im Schnitt gibt es 9 Prozent mehr Geld. Der Abschluss im Detail:

  • vom 1. Juli bis 30. Juni 2023: monatlicher Energiekostenzuschuss für IGBCE-Mitglieder in Höhe von 50 Euro als Gutschein
  • ab 1. September 2022: die individuellen Vergütungen steigen einheitlich um 3.950 Euro im Jahr; das entspricht im Schnitt einem Plus von 6 Prozent
  • ab 1. September 2022: Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 80 Euro
  • ab 1. Juli 2023: Erhöhung der Vergütungen um 3 Prozent und Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 50 Euro
Kunststoffproduktion
Foto: © Frank Rogner
Kunststoffindustrie Bayern
Zweistufige Paketlösung

Sicherheit und Lohnplus in unsicheren Zeiten für die 16.500 Beschäftigten in der Kunststoffindustrie Bayern: Nach der dritten Verhandlungsrunde am 22. Juni einigten sich Arbeitgeberseite und IGBCE Bayern auf ein gemeinsames Ergebnis. Das Paket sieht eine zweistufige Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen nach zwei Leermonaten vor. Die Details: 

  • 700 Euro Einmalzahlung, 300 Euro für Azubis
  • 3,5 Prozent ab September 2022, 2 Prozent ab Juli 2023
  • Laufzeit: 18 Monate
Kraftwerk Uniper
Foto: © Uniper SE
Energieunternehmen Uniper
Ordentliches Plus durchgesetzt

In der dritten Verhandlungsrunde haben sich IGBCE, ver.di und Arbeitgeber in Hannover auf einen Tarifabschluss bei Uniper geeinigt. Er bringt den 3100 Beschäftigen des Energieunternehmens in zwei Stufen ein ordentliches Plus. In den Verhandlungen haben IGBCE und ver.di durchgesetzt:

  • Laufzeit 21 Monate
  • Ab 1. Juli 2022 3 Prozent mehr Gehalt pro Monat für Arbeitnehmer*innen und Auszubildende
  • Ab 1. April 2023 4 Prozent mehr Gehalt pro Monat für Arbeitnehmer*innen und Auszubildende
Chemielabor
Foto: © depositphotos/ angellodeco
Pharmaunternehmen Octapharma
Entgelte steigen um knapp 7 Prozent

Die Tarifkommission der IGBCE hat für die knapp 600 Beschäftigten des Pharmaunternehmens Octapharma am Produktionsstandort im niedersächsischen Springe folgenden Abschluss durchgesetzt: 

  • Tarifentgelte steigen ab dem 1. Juli um 4,9 Prozent und ab dem 1. Juli 2023 um 3 Prozent
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen zum 1. August 2022
  • Laufzeit: 16 Monate bis zum 31. Oktober 2023
Pharma Labor Digitalisierung
Foto: © iStock / gorodenkoff
Labordienstleister Synlab
Enttäuschende Gespräche

Enttäuschend verliefen aus IGBCE-Sicht die Gespräche mit dem Arbeitgeber zum Entgeltrahmentarifvertrag bei dem Labordienstleister Synlab. Nach fast sechs Jahren Erfahrung mit dem Entgeltrahmentarifvertrag hatten sich die Tarifkommissionsmitglieder gemeinsam mit dem Betriebsrät*innen Gedanken gemacht, an welchen Stellen es sinnvoll ist, den Tarifvertrag für bundesweit 2000 Beschäftigten in den medizinischen Versorgungszentren anzupassen. Sie wollen so auch das Abwandern von Fachkräften vermeiden. In den "Verhandlungen" in München wurde schnell klar: Viel geht nicht aus Sicht der Arbeitgeber. Folgende Punkte haben beide Seiten diskutiert:

  • Vereinheitlichung des Manteltarifvertrags
  • Anpassung der Vergütungshöhen
Hausfassade Haus
Foto: © IG BCE/ colourbox.de
Wohnungsanbieter Vivawest
Forderung beschlossen

Vivawest ist einer der größten Wohnungsanbieter in Nordrhein-Westfalen. Die Tarifkommission der IGBCE fordert in der diesjährigen Tarifrunde für die ca. 2.000 Beschäftigten des Unternehmens:

  • eine deutliche Kaufkraftsteigerung
  • einen sozialen Ausgleich für die unteren Entgeltgruppen verbunden mit einem Energiekostenzuschuss
Dämmstoff
Foto: © kzenon/istockphoto
St. Gobain Weber
Abschluss bei zweiter Schlichtung

Einigung bei zweiter Schlichtung: Am 21. April hat sich die gemeinsame Tarifkommission von IG BAU und IGBCE mit dem Dämmstoffhersteller St. Gobain Weber auf ein Ergebnis geeinigt. Zuvor hatte die Tarifkommission das Scheitern der Verhandlungen erklärt. Für die 1.000 Beschäftigten haben IGBCE und IG BAU durchgesetzt:

  • 1. April 2022: Entgelte werden um 3,5 Prozent mindestens aber um 110 Euro erhöht (bezogen auf das 100 Prozent-Gitter)
  • 1. April 2023: Entgelte steigen um weitere 3,4 Prozent
  • Laufzeit des Tarifvertrags: 25 Monate (bis zum 29. Februar 2024)
Kraftwerk Schwarze Pumpe
Foto: © Hartmut Rauhut
Braunkohlekonzern Leag
Sattes Plus für Beschäftigte

Warnstreik beim Energiekonzern LEAG bringt Durchbruch bei Tarifverhandlungen. Nach mehr als zwölfstündigen Verhandlungen haben sich die Energie-Gewerkschaft IGBCE und der Cottbuser LEAG-Konzern auf einen Tarifkompromiss für die gut 7200 Beschäftigten verständigt: 

  • 4 Prozent Tabellenerhöhung ab 1. Juni 2022
  • 600 Euro Einmalzahlung für IGBCE-Mitglieder (inkl. Auszubildende)
  • Der Vergütungstarifvertrag läuft bis zum 31.07.2023
Fotoentwicklung
Foto: © Cewe
Fotoentwicklung
6,8 Prozent Plus durchgesetzt

In der dritten Verhandlung für die bundesweit mehr als 2.000 Beschäftigten in der industriellen Fotoentwicklung - die Fotofinisher -  hat sich die Tarifkommission der IGBCE mit den Arbeitgebern auf einen Abschluss geeinigt. Unter anderem steigen die Vergütungen stufenweise um insgesamt 6,8 Prozent. Die Beschäftigten sind im Druck von Fotobüchern, Fotokalendern und anderen individuellen Fotoprodukten unter anderem bei Cewe und Fuji tätig. Verständigt haben beide Seite sich unter anderem auf Folgendes:

  • ab 1.3.2022: 3,5 Prozent Tariferhöhung
  • ab 1.8.2023: 3,3 Prozent Tariferhöhung
  • Laufzeit bis 31.7.2024
Lederkoffer
Foto: © Depositphotos/ WitthayaP
Leder- und Kunststoffwaren, Kofferindustrie
Kräftiges Plus für Beschäftigte

Die IGBCE hat sich mit dem Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie in der ersten Verhandlungsrunde auf ein Ergebnis für die 5.000 Beschäftigten der Lederwaren-, Kunststoffwaren- und Kofferindustrie geeinigt. Von dem Abschluss profitieren die Beschäftigten der unteren Entgeltgruppen der Branche überproportional. Die Schichtarbeitnehmer werden insbesondere in der Nachtschicht von den neuen Maximalschichtzuschlägen profitieren.

  • Entgelte steigen ab dem 1. April um 2,5 Prozent
  • untere Entgeltgruppen profitieren überproportional 
  • Vergütungen der Auszubildenden erhöhen sich über alle Ausbildungsjahre hinweg um 100 Euro
Leder erzeugende Industrie
Foto: © istock/Volodymyr Shtun
Leder erzeugende Industrie
Im Schnitt 3,5 Prozent mehr

Für die etwa 2300 Beschäftigten in der Leder erzeugenden Industrie kam es schon in der ersten Tarifrunde zu einem erfreulichen Abschluss.  Am 4. Mai konnte die Tarifstruktur der Ledererzeugenden Industrie nachhaltig gestaltet werden. Trotz der außerordentlich schwierigen Rahmenbedingungen durch steigende Energiepreise und schwierige Absatzsituation hat sich der Arbeitgeberverband ADL gemeinsam mit der IGBCE auf einen Kompromiss geeinigt:

  • alle Gehaltsgruppen bekommen sofort im Schnitt 3,5 Prozent mehr Lohn
  • im nächsten Jahr gibt es weitere 1,5 Prozent Plus 
  • Laufzeit: endet am 31. Dezember 2023
Shell
Foto: © iSTock/NicolasMcComber
Energieunternehmen Shell
Einigung erzielt

In der vierten Tarifverhandlung bei dem Mineralöl- und Erdgasproduzenten Shell haben sich Vertreter der IGBCE-Tarifkommission und des Arbeitgeber auf einen guten Kompromiss verständigt. Für die bundesweit 3.600 Beschäftigten hat die IGBCE durchgesetzt:

  • Corona-Bonus in Höhe von 870 Euro
  • Entgelte steigen ab 1. Mai 2022 um 3 Prozent
  • Laufzeit: 18 Monate
Lausitzer Wasserwerke
Foto: © Copyright der LWG
LWG Lausitzer Wasser
Auf Tarifabschluss verständigt

Bei dem Wasserver- und Abwasserentsorgungsunternehmen LWG haben die Tarifparteien folgendes Ergebnis für die rund 170 Beschäftigten erzielt:

  • stufenweise Entgelterhöhung um insgesamt 5,1 Prozent
  • 900 Euro Corona-Bonus, zahlbar im März 2022
  • 35 Euro vermögenswirksame Leistungen pro Monat nur für IGBCE-Mitglieder
EEW
Foto: © Christian Burkert
Energy from Waste (EEW)
Verhandlungen vertagt

Bei EEW erzeugen die 1.150 Beschäftigte Energie aus Abfall. Am 11. März fand in einer konstruktiven Atmosphäre die dritte Tarifverhandlung statt. In diesem Termin näherten sich beide Seiten deutlich an, konnten aber noch kein abschlussfähiges Ergebnis erzielen. Es wird also weiterverhandelt. Die Gewerkschaft will weiterhin für die Beschäftigten Folgendes durchsetzen: 

  • Erhöhung der Entgelte um 6 Prozent
  • unbefristete Übernahme aller Auszubildenden
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen auf 1000 Euro im ersten Ausbildungsjahr
Für feine Düfte: Flacon-Produktion bei Gerresheimer im Frankenwald.
Foto: © Werner Bachmeier
Verpackungshersteller Gerresheimer Essen
Auf abschluss geeinigt

Rund 400 Beschäftigte arbeiten bei dem Verpackungshersteller Gerresheimer in Essen. Sie stellen dort vor allem Verpackungen für die Pharma- und Kosmetikindustrie her. Trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Gerresheimer Essen GmbH einigte sich die Tarifkommission der IGBCE mit den Arbeitgebern auf folgenden Tarifabschluss: 

  • 900 Euro Corona-Bonus
  • 2,25 Prozent Tabellenerhöhung ab 1. Januar 2023
  • 150 Euro Urlaubsgelderhöhung nur für IGBCE-Mitglieder ab 2023
Erdgasspeicher Wingas Astora
Foto: © astora.de
Wingas - Astora
Tarifabschluss mit 3,9 Prozent erzielt

Das Unternehmen Wingas und die Tochterfirma Astora sind in der Speicherung und im Handel von Erdgas tätig. Schon den Auftakt der Tarifrunde haben IGBCE-Tarifkommission und Arbeitgeber für einen Abschluss genutzt. Angemessen der besonderen Situation haben sich die Tarifparteien in einer kurzen und konzentrierten Verhandlung auf folgendes Ergebnis für die rund 250 Beschäftigten verständigt: 

  • Die Entgelte steigen zum 1.März um 3,9 Prozent, Ausbildungsvergütungen erhöhen sich überproportional.
  • Das Ausbildungsplatzniveau wird bis Ende 2023 auf dem heutigen Stand fortgeführt. Nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss ist eine befristete Übernahme von mindestens 12 Monaten zugesichert. 
  • Die Vergütungstabellen können nach 12 Monaten  zum 28. Februar 2023 gekündigt werden. 
Mit Beton aus einem Zementmixer wird ein Fundament gegossen.
Foto: © iStockphot.com/BanksPhotos
Zement Nord und NRW
4,3 Prozent und 600 Euro Corona-Prämie

Die gemeinsame Tarifkommission von IG BCE und IG BAU hat sich in der zweiten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern auf einen Abschluss für die 2.000 Beschäftigten in der Zement- und Dämmstoffindustrie in Nordwestdeutschland geeinigt. Die Gewerkschaften haben durchgesetzt:

  • März 2022: 600 Euro Corona-Prämie (netto, ohne Abzüge)
  • ab September 2022: 4,3 Prozent mehr Lohn und Gehalt
  • ab Juli 2022: erhöhter Zuschuss der betrieblichen Altersvorsorge von 13 auf 15 Prozent
Vattenfall-Pumpspeicherwerk Wendefurth
Foto: © Vattenfall
Energieunternehmen Vattenfall
Gesprächsmarathon bringt Ergebnis

Verhandlungsergebnis nach 15 langen Stunden mitten in der Nacht: Die Tarifkommission von IGBCE und IG Metall hat sich nach einem Gesprächsmarathon mit dem Stromerzeuger Vattenfall auf ein Ergebnis verständigt. Vor der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde hatten die bundesweit rund 5700 Beschäftigten durch eindrucksvolle Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. IGBCE-Verhandlungsführer Holger Nieden betont: „Das hat uns am Verhandlungstisch sehr geholfen!“ Geeinigt haben sich beide Seiten auf Folgendes:


  • Laufzeit: 16 Monate
  • 1. Mai 2022: Entgelt steigt um 3,7 Prozent
  • 1. Mai 2022: Ausbildungsvergütungen steigen um 65 Euro monatlich
Gips Knauf
Foto: © Michael Bader
OSTDEUTSCHE GIPSINDUSTRIE
Abschluss erzielt

Die Aufgaben in der ostdeutschen Gipsindustrie sind das Verarbeiten und Verkaufen von Gips. Damit sind rund 500 Mitarbeiter*innen beschäftigt, unter anderem bei den Unternehmen Knauf und Siniat. Die IGBCE-Tarifkommission hat sich mit der Arbeitgeberseite auf folgenden Abschluss für sie geeinigt:

  • zweistufige Tariferhöhungen um insgesamt 5 Prozent  
  • Jahresabschlusszahlungen in Höhe von 1.000 Euro (für 2022) und 1.150 Euro (für 2023)
  • Laufzeit: bis 31.03.2024
Ölfeld Mittelplate
Foto: © Wintershall
Wintershall Dea
Abschluss bringt Beschäftigten 4,5 Prozent Plus

Die bundesweit rund 1200 Beschäftigten des Erdgas- und Erdölunternehmens Wintershall Dea bekommen 4,5 Prozent mehr Entgelt. Darauf hat sich die IGBCE mit dem Unternehmen in der zweiten Tarifrunde nach ganztägigen, zähen Gesprächen geeinigt. Michael Winkler, Verhandlungsführer der Industriegewerkschaft, betont: „Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens hat sich nach den vergangenen zwei Pandemiejahren wieder deutlich erholt.“ Gleichzeitig treffe die steigende Teuerungsrate die Beschäftigten im Privatleben hart. Der Abschluss sei angesichts der Ertragslage und der Inflationsrate also nur angemessen:

  • die Entgelte steigen rückwirkend zum 1. Januar 2022 um 4,5 Prozent
  • die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich überproportional
  • das Ausbildungsplatzniveau wird bis Ende 2023 auf dem heutigen Stand fortgeführt
Braunkohle
Foto: © Frank Rogner
Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft (Mibrag)
Tarifabschluss: Mindestens 6,2 Prozent Plus für Beschäftigte

Die IGBCE hat sich mit der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) auf einen Tarifabschluss geeinigt. Er bringt den rund 1600 Beschäftigte, die in der Förderung von Braunkohle tätig sind, ein sattes Plus. Ihre Entgelte steigen in zwei Stufen um insgesamt 6,2 Prozent. Auszubildende profitieren überproportional. „Aus Sicht der Tarifkommission ist das ein super Abschluss“, so Norman Friske, IGBCE-Bezirksleiter in Leipzig. Angesichts der zuletzt kräftig gestiegenen Inflationsrate betont er: „Unser Ziel war es, die Kaufkraft der Beschäftigten nachhaltig zu steigern. Das ist uns gelungen.“

  • ab 1. Januar 2022: Entgelte steigen um 4,2 Prozent und mindestens um 150 Euro
  • ab 1. Dezember 2022: Entgelte steigen um 2 Prozent
  • Laufzeit: 27 Monate


Erdölindustrie
Foto: © ssuaphoto/ istockphoto
Erdölunternehmen MB Well Services
Auf ergebnis geeinigt

Die MB Well Services ist ein Zusammenschluss der Erdöl-Erdgas Workover und der Koller Workover & Drilling mit Hauptsitz in Salzwedel. In der zweiten Verhandlung einigten sich IGBCE und Arbeitgeber auf einen Abschluss. Die IGBCE-Tarifkommission stimmte folgendem Ergebnis für die rund 340 Beschäftigten zu:

  • Corona-Bonus in Höhe von 500 Euro, zahlbar bis März 2022
  • Erhöhung der Entgelte zum 1. Juni 2022 um 3,1 Prozent
  • Laufzeit: 14 Monate, ab dem 1. April 2022
Skytanking Berlin Tegel
Foto: © Merlin Nadj-Thoma
Flughafenbetanker
800 Euro Corona-Zahlung + stufenweise insgesamt 225 Euro Entgeltplus

Die IGBCE-Tarifkommission hat sich mit der Skytanking Frankfurt GmbH auf ein Tarifergebnis geeinigt. Für die rund 75 Flughafenbetanker am Frankfurter Flughafen hat sie unter anderem durchgesetzt:

  • zweistufige Entgelterhöhung um insgesamt 225 Euro brutto 
  • Corona-Zahlung in Höhe von 800 Euro netto
  • Laufzeit: 24 Monate bis zum 31. Dezember 2023
Flusslandschaft
Foto: © iStockphoto.com/Markus Thoenen
Landschaftsagentur Plus
Bescherung vorgezogen!

Die knapp 30 Beschäftigten der Landschaftsagentur Plus sind in NRW, im Saarland und in Hessen in der Umweltplanung tätig. Bereits in der ersten Verhandlungsrunde haben sich Arbeitgeber und IGBCE-Tarifkommission geeinigt: 

  • Zweistufige Entgelterhöhung zum 1. Februar 2022 um zum 1. August 2023 um insgesamt 5,1 Prozent
  • Einmalzahlung in Höhe von 1.200 Euro für IGBCE-Mitglieder, 100 Euro für Nicht-Mitglieder
  • Tarifvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2024
Kalksteinbruch
Foto: © depositphotos/ pisces2386
Kalk- und Dolomitindustrie
4. Tarifrunde - Ergebnis erreicht!

In der vierten Verhandlungsrunde haben IGBCE-Tarifkommission und Arbeitgeber für die Beschäftigten der Kalk- und Dolomitindustrie Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und dem Werk Rüdersdorf in Hannover eine Einigung erreicht. Beide Seiten verständigten sich auf Folgendes: 

  • ab 1.Oktober 2021: 3,4 Prozent Tariferhöhung, ab 1. Januar 2023: 2,5 Prozent Tariferhöhung
  • Auszubildende erhalten eine Basiserhöhung von 40 Euro zuzüglich der prozentualen Erhöhung
  • Laufzeit: bis 31. Dezember 2023
Glasproduktion
Foto: © Andreas Reeg
Glasindustrie Ost
Mindestens 4,1 Prozent mehr Geld ab nächstem Monat

Im Tarifbereich Glas Ost sind rund 3000 Arbeitnehmer*innen beschäftigt. Bei der Verhandlung in Erfurt konnte die IGBCE-Tarifkommission ein vorzeigbares Tarifergebnis  erzielen. Sie hat durchgesetzt:

  • 4,1 Prozent Entgelterhöhung ab 1. Januar 2022
  • die Ausbildungsvergütungen steigen ab dem 1. April 2022: 1. Ausbildungsjahr um 100 Euro auf 880,00 Euro, 2. Ausbildungsjahr um 100 Euro auf 930 Euro, 3. Ausbildungsjahr um 70 Euro auf 1.000 Euro, 4. Ausbildungsjahr um 60 Euro auf 1.100 Euro
  • Laufzeit: 15 Monate bis zum 31. März 2023
Skytanking Tegel
Foto: © Merlin Nadj-Thoma
Flughafenbetanker Sun Jet Services
Tarifabschluss erzielt!

Für die Beschäftigten bei der Flughafenbetankung auf den Flughäfen Düsseldorf und Köln hat die IGBCE sich mit den Arbeitgebern auf einen Tarifabschluss geeinigt. Für die dortigen Beschäftigten bei Skytanking Germany hat die Gewerkschaft durchgesetzt:

  • ab dem 1. Januar 2022: Anhebung der Entgelte um 100 Euro brutto für Altverträge (vor dem 1. Oktober 2017 abgeschlossen), Anhebung der Entgelte um 125 Euro brutto für Neuverträge (ab dem 1. Oktober 2017 abgeschlossen)
  • 100 Euro Corona-Bonus, zahlbar mit der Dezember-Abrechnung
  • Laufzeit: 18 Monate
Glasherstellung
Foto: © Michael Bader
Saint Gobain Glass und Sekurit
Abschluss erzielt!

"Die IGBCE-Tarifkommission hat sich mit dem Bundesarbeitgeberverband Glas+Solar e.V. auf einen soliden Tarifabschluss geeinigt", so der IGBCE-Verhandlungsführer Markus Kraft. Trotz der unbefriedigenden Situation in der Automobil-Industrie konnte die IGBCE-Tarifkommission Einkommenssteigerungen vereinbaren. Bei einer Gesamtlaufzeit von 15 Monaten, hat sie für die insgesamt 1900 Beschäftigten Folgendes durchgesetzt:

  • 500 Euro Corona-Bonus im Dezember (Auszubildende erhalten 250 Euro)
  • Bereich Glass und ZN (Compagnie de Saint-Gobain Zweigniederlassung Deutschland): stufenweise Entgelterhöhung um insgesamt 2,5 Prozent ab 1. Februar 2022 und 1. September 2022
  • Bereich Sekurit: stufenweise Entgelterhöhung um insgesamt 2,5 Prozent ab 1. Juni 2022 und 1.  Januar 2023
Labor Chemie
Foto: © Neznam/ Colourbox
Synlab Leverkusen
Abschluss bringt Mitgliedervorteil

Tarifabschluss beim Medizinischen Versorgungszentrum Synlab Leverkusen nach drei Verhandlungsrunden: Alle IG-BCE-Mitglieder (Eintritt bis 31. Oktober 2021) erhalten diesen Dezember einen Mitgliedervorteil in Höhe von bis zu 670 Euro:

  • IG-BCE-Mitgliedervorteil: 670 Euro
  • Entgelterhöhung: 2,5 Prozent rückwirkend zum 1. Juli 2021 und 600 Euro Einmalzahlung im Oktober 2021
  • 2022: Urlaubsgeld 14 Euro pro Tag, ab 2023: 16 Euro pro Tag
Flachglas
Foto: © Michael Bader
Flachglasveredlung- und verarbeitungsindustrie
Corona-Bonus und Tabellenerhöhung durchgesetzt

Für die Beschäftigten in der Flachglasveredlungs und -verarbeitungsindustrie hat die IG-BCE-Tarifkommission in der diesjährigen Tarifrunde ein deutliches Plus herausgeholt. Die Auszubildenden profitieren überproportional: 

  • Vergütungen steigen ab dem 1. Oktober 2021 um 2 Prozent und ab dem 1. Mai 2022 um 0,5 Prozent
  • Oktober 2021: Vollzeitbeschäftigten erhalten Corona-Bonus in Höhe von 200 Euro (Auszubildende bekommen 100 Euro)
  • Januar 2022: Vollzeitbeschäftigte erhalten Corona-Bonus in Höhe 250 Euro (für Auszubildende gibt es 125 Euro)
Auszubildende in der Chemie
Foto: © iStock/nd3000
Chemieunternehmen Schirm
Forderungen durchgesetzt

Das Unternehmen Schirm ist ein Produktionsdienstleister und Lohnfertiger für die chemische und verwandte Industrien und beschäftigt deutschlandweit etwa 800 Arbeitnehmer*innen. Die IG-BCE-Tarifkommission hat für sie folgende Forderungen durchgesetzt:

  • Corona-Boni im September 2021 (in Höhe von 400 Euro) und im November 2021 (Arbeitnehmende an den Standorten Baar-Ebenhausen, Lübeck und Schönebeck erhalten 400 Euro, Arbeitnehmende am Standort Wolfenbüttel 200 Euro)
  • Einführung von Weihnachtsgeld für alle Arbeitnehmenden an den Standorten Baar-Ebenhausen, Lübeck und Schönebeck
  • Corona-Bonus im September 2021 für Auszubildende in Höhe von 150 Euro und Einführung von Weihnachtsgeld für Auszubildende ab 2021 in Höhe von 50 Prozent der Ausbildungsvergütung
Folien
Foto: © iStockphoto.com/MagicDreamer
Obermaterialien-Hersteller Surteco
Tarifverträge modenisieren!

Surteco, der Hersteller von Oberflächenmaterialien auf Papier- und Kunststoffbasis, hat an seinen drei Standorten im Augsburger, Duisburger und Münsteraner Raum rund 1.300 Beschäftigte. Die Tarifkommission hat beschlossen, die Arbeitgeberseite aufzufordern, die Tarifverträge an wesentlichen Stellen zu modernisieren und anzupassen. Die Verhandlungen starten im Oktober. Für Mitglieder der IG BCE geht es vor allem um:

  • Arbeitszeit: Ziel ist die 36-Stunden-Woche
  • Eindämmung der sachgrundlosen Befristung
  • Zusatzurlaub für Schichtarbeitnehmer*innen
RAG
Foto: © Thomas Limberg
RAG
Neues Tarifwerk steht

Der Branchenverband Steinkohle und Nachbergbau und die IG BCE haben das Tarifwerk „Steinkohle Nachbergbau“ unterzeichnet. Damit wird fast drei Jahre nach Einstellung der Steinkohlenförderung in Deutschland die Tarifwelt in die Nachbergbauzeit überführt und die Zukunft der RAG Aktiengesellschaft mitgestaltet. Die RAG Aktiengesellschaft bündelt nach dem Auslauf des aktiven deutschen Steinkohlenbergbaus Ende 2018 sämtliche Aktivitäten der Ewigkeitsaufgaben. Für die knapp 500 Beschäftigten haben sich beide Seiten auf folgende Punkte geeinigt:

  • variable Vergütung, die bis 2024 einen Einkommenszuwachs von 5 Prozent garantiert
  • Entgeltbaustein Vorsorge in Höhe von jährlich 750 Euro, den die Beschäftigten in eigener Initiative und Verantwortung zur privaten Vorsorge nutzen sollen
  • flexible Arbeitsbedingungen: Einführung moderner Zeitwertkonten, Beschäftigten können ihre Arbeitszeit flexibel gestalten
Hohlglas (1)
Hohlglasverarbeitung und -veredlung
2,5 Prozent Entgeltplus und 450 Euro Corona-Boni

Rund 1700 Beschäftigten fallen in den Tarifbereich der Verarbeitung und Veredlung von Hohlglas, also zum von Beispiel Getränkeflaschen, Konservengläsern, Impfampullen oder Glasleuchten. In der ersten Verhandlungsrunde haben sich die Tarifkommission der IG BCE und der Arbeitgeberverband Glas + Solar auf einen Abschluss für diese Beschäftigten geeinigt: 

  • Entgelte steigen stufenweise um insgesamt 2,5 Prozent
  • zwei Corona-Boni in Höhe von insgesamt 450 Euro
  • Laufzeit: 15 Monate, bis zum 31. Oktober 2022
BP Europa SE
Foto: © BP Europa SE
Mineralöl- und Energieunternehmen BP
Tarifabschluss erzielt

Bei dem Mineralöl- und Energieunternehmen BP haben sich IG BCE und Arbeitgeber für die 1800 Beschäftigten in den Geschäftsbereichen "Fuels Marketing" und "Lubes Marketing" auf einen Abschluss geeinigt: 

  • Einmalzahlung und stufenweise insgesamt 3,4 Prozent Tariferhöhung
  • 1 Jahr garantierte Übernahme der Auszubildenden bis 30. Juni 2023
  • Laufzeit bis zum 30. Juni 2023


Chemikerin
Foto: © Srebrina Yaneva, iStockphoto
SGS Analytics Germany
Tarif gibt Sicherheit und Vorteile

In der dritten Gesprächsrunde mit dem Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsunternehmen SGS Analytics haben sich die Arbeitgeberseite und die  IG-BCE-Tarifkommission geeinigt. Nach der turbulenten Ankündigung von SGS bezüglich einer Restrukturierung ist es der IG BCE gelungen, etwas Klarheit und Sicherheit zu schaffen. Auch wenn einige Standorte geschlossen werden sollen, ist die Möglichkeit des Anspruchs auf betriebsbedingte Kündigungen auf 90 Arbeitnehmer*innen begrenzt. Bislang sprach de Arbeitgeber von bis zu 200. Für die insgesamt 730 Beschäftigten hat die IG BCE außerdem durchgesetzt: 

  • steuerfreier Corona-Bonus in Höhe von 150 Euro (IG-BCE-Mitglieder erhalten 450 Euro)
  • Vergütungen steigen zum 1. Oktober 2022 und 2023 um jeweils 2 Prozent
  • Laufzeit: bis zum 30. Juni 2024
Glasindustrie Hohlglas
Foto: © Michael Bader
Hohlglaserzeugungsindustrie
Deutliches Plus für Beschäftigte vereinbart

Abschluss bei den gemeinsamen Tarifverhandlungen der Landesgruppe Rhein-Weser, Ardagh, Heye International und UniMould! Verhandelt wurde dort für Beschäftigte, die in der Erzeugung von Hohlglas, also von Glasbehältern, tätig sind. Folgende Punkte hat die IG BCE mit dem Bundesarbeitgeberverband Glas & Solar für sie vereinbart:

  • Entgelte steigen stufenweise um insgesamt 2,5 Prozent, Ausbildungsvergütungen überproportional
  • stufenweiser steuerfreier Corona-Bonus in Höhe von insgesamt 450 Euro (225 Euro für Auszubildende)
  • Laufzeit des Tarifvertrags: 16 Monate
Erdgas
Foto: © Christian Burkert
Gasversorgungsunternehmen Storengy
Abschluss bringt Beschäftigten mehr Geld

150 Beschäftigte sind an den deutschlandweit sechs Speicher- und zwei Verwaltungs- bzw. Wartungsstandorten des Erdgasspeicherbetreibers Storengy tätig. Für sie hat sich die IG-BCE-Tarifkommission auf einen Tarifabschluss geeinigt. Der Tarifvertrag läuft bis zum 29. Februar 2024: 

  • ab 1. September 2021: 2,3 Prozent mehr Entgelt
  • 700 Euro Corona-Bonus, zahlbar im September 2021
  • ab 1. Dezember 2022:  Vergütungen steigen um 110 Euro 
Glasindustrie
Foto: © Frank Rogner
Behälterglashersteller Verallia
Einigung erzielt

Nach einem extrem harten Ringen endlich eine Einigung: In der vierten Verhandlungsrunde haben sich gestern die IG BCE und der Arbeitgeberverband Glas und Solar auf einen Abschluss geeinigt. IG-BCE-Verhandlungsführer Markus Kraft betont: „Ohne die Unterstützung der IG-BCE-Mitglieder und ihrer Tarifaktionen hätte die Tarifkommission dieses gute Ergebnis nicht vereinbaren können.“ An mehreren Standorten hatten die Beschäftigten protestiert, um einen fairen Tarifabschluss durchzusetzen. Für die deutschlandweit 1.900 Beschäftigten des Behälterglasherstellers hat die Tarifkommission unter anderem Folgendes durchgesetzt:


  • Juni 2021 und Februar 2022: insgesamt 800 Euro Corona-Bonus für alle Arbeitnehmer*innen (400 Euro Corona-Bonus für Auszubildende und dual Studierende)
  • ab Juli 2021 und ab Juli 2022: Entgelte steigen in zwei Stufen um insgesamt 3,9 Prozent
  • ab September 2021: Vergütungen für Auszubildende und dual Studierende erhöhen sich überproportional
BVEG (1)
Foto: © Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V.
Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie
Deutliche Tariferhöhung gefordert

Der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) vertritt als Wirtschaftsverband deutsche Erdgas- und Erdölförderunternehmen der für sie tätigen Dienstleistungs- und Zulieferfirmen sowie der Betreiber von Untergrundspeichern. Für die Beschäftigten im Bereich Transport hat die IG-BCE-Tarifkommission folgende Forderung beschlossen:

  • eine Tariferhöhung, die deutlich über der Inflationsrate liegt
  • eine Laufzeit des Tarifvertrags von 12 Monaten
Kalksteinbruch
Foto: © depositphotos/ pisces2386
Kalk- und Dolomitindustrie
vergütungen steigen um 4,6 Prozent

Tarifabschluss in der rechtsrheinischen und westfälischen Kalk- und Dolomitindustrie: Die gemeinsame Tarifkommission von IG BCE und IG BAU hat bei den Verhandlungen in Wuppertal eine deutliche Steigerung der Vergütungen durchgesetzt. IG-BCE-Verhandlungsführer Bernd Stahl: „Wir haben für die Beschäftigten ein sehr gutes Ergebnis durchgesetzt. Sie haben in den vergangenen Monaten viel geleistet und hohes Engagement gezeigt. Sie verdienen es, mehr Geld in der Tasche zu haben und am Gewinn der Unternehmen teilzuhaben.“ In der Kalk- und Dolomitindustrie in Nordrhein-Westfalen arbeiten einige hundert Beschäftigte. Einer der wichtigsten Arbeitgeber ist Rheinkalk, ein Hersteller von Kalk- und Dolomit-Erzeugnissen, mit einem großen Werk in Hönnetal.

  • zweistufige Einkommenserhöhung um insgesamt 4,6 Prozent (2,3 Prozent ab dem 1. Juli 2021 und 2,3 Prozent ab dem 1. Juni 2022)
  • Corona-Beihilfe in Höhe von 150 Euro (netto)
  • Laufzeit des Tarifvertrags: 24 Monate (erstmals kündbar zum 30. April 2023)


WISAG NL Waltershausen 2
Foto: © Peggy Walenzko
Dienstleistungskonzern WISAG
Nach Monaten auf Tarifvertrag geeinigt

Etwa ein Jahr galt für die deutschlandweit 10.000 Beschäftigten kein Lohn-Tarifvertrag. Denn so lange verhandelten IG Metall, IG BAU und IG BCE als Tarifgemeinschaft mit dem Dienstleistungskonzern. Wegen der stockenden Verhandlungen machten die Beschäftigten ihrem Ärger mit Aktionen Luft (siehe Foto). Nun gibt es endlich eine Einigung! Die WISAG Produktionsservice unterstützt Unternehmen in der Produktion, in der Instandhaltung und der Industriemontage. Die Beschäftigten übernehmen beispielsweise Aufgaben in der technischen Reinigung, in der Produktionslogistik oder in der Komponentenfertigung. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich auf Folgendes geeinigt:

  • Entgelterhöhung in Höhe von 2 Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2021
  • Laufzeit des Tarifvertrages: 12 Monate
Glasfassaden
Foto: © iStockphoto.com/olaser
Glashersteller Pilkington
Zweite Schlichtung bringt Einigung

IG BCE und der Glashersteller Pilkington haben sich beim zweiten Schlichtungstermin auf einen Tarifabschluss für die 2700 Beschäftigten geeinigt. Die Arbeitgeberseite hatte bei der zweiten Verhandlung das Scheitern der freien Tarifverhandlungen erklärt und die Schlichtungsgespräche in erster Instanz beendet. Doch wir haben uns davon nicht beirren lassen und weitere Verhandlungen in II. Instanz aufgenommen. Beide Seiten haben sich auf eine Erhöhung der Vergütung um insgesamt 2,5 Prozent und einem Corona-Bonus in Höhe von 1.500 Euro für IG-BCE-Mitglieder verständigt. Die Nachtschichtzulage wird von 10 auf 15 Prozent erhöht. Das Weihnachtsgeld wird auf 30 Prozent eines monatlichen Bruttoentgelts in den Jahren 2021 und 2022 temporär abgesenkt – und steigt wieder auf mindestens 70 Prozent im Jahr 2023. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. März 2023.

  • Corona-Bonus in Höhe von 1500 Euro für IG-BCE-Mitglieder (1000 Euro für Nicht-Mitglieder), 750 Euro für Auszubildende
  • stufenweise Entgelterhöhung um insgesamt 2,5 Prozent 
  • Erhöhung der Nachtschichtzulage um 5 Prozent
Kunststoffgranulat
Foto: © AppleEyesStudio/Depositphotos.com
Kunststoffindustrie Hessen
Mehr Geld und Aufstockung zum Kurzarbeitergeld

Durchbruch kurz vor Mitternacht: In erster Runde haben sich vergangene Nacht die Verhandlungskommissionen von IG BCE und Arbeitgebern auf ein Tarifergebnis für die 5500 Beschäftigten in der Kunststoffindustrie Hessen geeinigt. „Hinter uns liegen anstrengende und extrem harte Verhandlungen“, sagt IG-BCE-Verhandlungsführer Philipp Mundt nach mehrstündigen Gesprächen. Er betont: „Uns ist ein guter Abschluss in besonders herausfordernden Zeiten gelungen.“ Denn die Corona-Pandemie hat auch die Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie in Hessen getroffen. Diese sind vor allem in den beiden Bereichen Automobilzulieferer und Bau tätig. Sie stellen zum Beispiel die Teile der Außenverkleidung oder den Schallschutz für Autos her oder produzieren Kunststofffenster oder Türbeschläge für Häuser. Viele der Unternehmen sind sehr spezialisiert und ihrer Nische oft europaweit führend.

  • zweistufige Erhöhung der Entgelte um insgesamt 2,5 Prozent
  • Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent des Nettogehalts
  • Corona-Sonderzahlung in Höhe von 200 Euro
O-I Glasspack Glasproduktion
Foto: © O-I Glasspack
Behälterglashersteller O-I Glasspack
Auf Schlichtungsergebnis geeinigt

Erfolgreiche Schlichtung bei O-I Glasspack: In erster Instanz haben Gewerkschaft und Arbeitgeber des Behälterglasherstellers den Schlichterspruch angenommen. Die über 600 Arbeitnehmer*innen des Behälterglasherstellers sind an den Standorten in Düsseldorf, Rinteln und Holzminden beschäftigt. Das Schlichtungsergebnis sieht folgendermaßen aus:

  • stufenweise Entgelterhöhung um insgesamt 2,5 Prozent
  • Corona-Bonus in Höhe von 200 Euro
  • Erhöhung des Urlaubsgeldes um 5 Euro pro Tag
Coronavirus Test
Foto: © narvikk/iStock
Labordienstleister Amedes
400 + 2,5 + 2,5 + Urlaubsgeld

Endlich eine Einigung: In der fünften Verhandlung haben sich die IG BCE und die Arbeitgeber bei dem Labordienstleister Amedes auf einen Tarifabschluss geeinigt. „Wir haben ein faires Ergebnis herausgeholt“, sagt IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Winkelmann. Die Amedes-Beschäftigten in den Corona-Testlaboren arbeiten seit einem Jahr an der Grenze der Belastungsfähigkeit. Sie machen Überstunden und schieben Sonderschichten, um so viele Proben wie möglich abzuarbeiten. „Der Abschluss schätzt ihre anstrengende und systemrelevante Arbeit wert“, betont Winkelmann. Wichtig sei vor allem die Einführung des zusätzlichen Urlaubsgeldes: „Das gab es bei Amedes vorher gar nicht.“

  • 400 Euro Coronabonus
  • stufenweise insgesamt 5 Prozent mehr Entgelt
  • Einführung von Urlaubsgeld ab 2022 in Höhe von 15 Euro pro Urlaubstag, ab 2023 20 Euro pro Urlaubstag
Steag Kraftwerk Walsum
Foto: © Steag
Stromerzeuger Steag
Schwierige Verhandlung bringt Ergebnis

In einer turbulenten und wirtschaftlichen schwierigen Lage haben sich die IG BCE und der Stromerzeuger Steag auf einen Abschluss geeinigt. Die Gewerkschaft hat für die rund 6300 Beschäftigten Sicherheit und eine gerade noch machbare Vergütungserhöhung in der dritten Verhandlungsrunde durchgesetzt. Die IG-BCE-Tarifkommission stimmte diesem Gesamtpaket zu:

  • Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis 2026 für die vom Personalabbauprogramm "Future" betroffenen Beschäftigten
  • 1 Freischicht für alle Beschäftigten, 3 für IG-BCE-Mitglieder
  • Erhöhung der Vergütungen um 1,5 Prozent ab 1. Januar 2022
RWE-Kraftwerk Frimmersdorf
Foto: © iStockphot.com/kruwt
Energieversorger RWE
Deutliches Plus für Beschäftigte durchgesetzt

Nach schwierigen Verhandlungen haben sich die IG BCE und der Energieversorger RWE in der dritten Runde auf ein Tarifergebnis geeinigt. Die Gewerkschaft setzte bei den Tarifverhandlungen in Essen für die 10 000 Beschäftigten durch: 

  • stufenweise insgesamt 3,7 Prozent mehr Entgelt
  • Einmalzahlung in Höhe von 1000 Euro
  • Erhöhung der Sonderzahlung auf 850 Euro
Industrieanlage
Foto: © Michael Bader
Dienstleistungsunternehmen RGM
Tarifvertrag verlängert

Rund 4000 Beschäftigte sind deutschlandweit bei dem Dienstleistungsunternehmen RGM tätig, das in den drei Bereichen Industriedienstleistungen, Immobilienberatung und Gebäudemanagement tätig ist. Nach intensiven Gesprächen haben sich die Tarifkommission der IG BCE und die Arbeitgeberseite darauf verständigt, den gekündigten Tarifvertrag wegen der mit der Pandemie verbundenen Risiken bis zum 31. Dezember 2021 zu verlängern. In Anerkennung der schwierigen Situation gewährt der Arbeitgeber aber:

  • 100 Euro Corona-Bonus
  • zusätzlicher Urlaubstag für 2021
Industrieanlage
Foto: © Michael Bader
Industriedienstleister Xervon
700 Euro Corona-Bonus durchgesetzt

Das Unternehmen Xervon ist industrieller Dienstleistungen zur Errichtung und Instandhaltung von Industrieanlagen und hat bundesweit knapp 1.000 Beschäftigte. IG BCE und Arbeitgeber haben sich auf folgenden Abschluss geeinigt:  

  • 700 Euro Corona-Bonus für Vollzeit-Beschäftigte (350 Euro für Auszubildende)
  • stufenweise Entgelterhöhung um insgesamt 4,3 Prozent
  • Laufzeit: 36 Monate
50 Hertz Netzbetreiber
Foto: © Merlin Nardj-Torma
Netzbetreiber 50 Hertz
Vergütungen steigen um 3,6 Prozent

Für die rund 1100 Beschäftigten des Netzbetreibers 50 Hertz hat die IG BCE mit der Arbeitgeberseite einen Tarifabschluss vereinbart. Nach der Trennung von den Vergütungserhöhungen der Tarifgemeinschaft Energie (E.ON) ist dies der erste Vergütungsabschluss für die Mitglieder der IG BCE bei 50Hertz:

  • Entgelt und Ausbildungsvergütungen steigen ab dem 1. Januar um 3,6 Prozent
  • Laufzeit des Tarifvertrages: 24 Monate
  • Fortführung der Gespräche über die allgemeinen Arbeitsbedingungen


Instandsetzung
Foto: © rclassenlayouts/ istockphoto
Bilfinger Maintenance
Angleichung an die Fläche Chemie Ost weiter vorangeschritten

Für die rund 570 Beschäftigten bei dem Industriedienstleister Bilfinger Maintenance, Werk Leuna, konnte unsere Tarifkommission in der diesjährigen Tarifverhandlung die Angleichung an die Fläche Chemie Ost weiter voranbringen und folgendes abschließen:

  • Entgeltplus in zwei Stufen um jeweils 2 Prozent
  • Tarifentgeltsätze der Gruppen E 6 bis E 8 werden zusätzlich erhöht
  • Jahresleistungen für 2020 auf 80 Prozent und für 2021 auf 85 Prozent erhöht
Schachtanlage Asse, Maschinenhalle mit Fördergeruest
Foto: © Bundesgesellschaft für Endlagerung
Bundesgesellschaft für Endlagerung
Abschluss erzielt

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung ist vom Bund mit den Aufgaben im Bereich der Endlagerung radioaktiver Abfälle beauftragt. Rund 1.900 Mitarbeiter sind an den verschiedenen Standorten im Norden und Osten Deutschlands tätig. Unsere Tarifkommission hat für sie erreicht:

  • 3 Prozent Lohnplus
  • System der Ausbildungsvergütungen wird verändert und erhöht
  • Laufzeit: 15 Monate
PET-Granulat
Foto: © iStockphot.com/RecycleMan
Alpla in Gemünden
Beschäftigte erhalten 4,5 Prozent mehr

In intensiven über vierstündigen Verhandlungen erzielten IG BCE und Arbeitgeber ein Ergebnis für die rund 200 Beschäftigten des Herstellers von Kunststoffverpackungen im bayerischen Gemünden.

  • Vergütungen steigen um 4,5 Prozent 
  • Laufzeit: 19 Monate
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Tarifdatenbank

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